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Jedes Jahr steigt die Zahl der Wildunfälle zwischen September und Dezember im Vergleich zum Rest des Jahres an. Doch wie sollte man bei einem Wildunfall handeln?
Gemeinsam mit der Hundeführerin und Nachsuchenspezialistin Helena Lyckoskog haben wir die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die man bei einem Wildunfall beachten muss.
Ein Wildunfalljäger ist eine Person mit spezieller Ausbildung und Erfahrung, um verletztes Wild nach Verkehrsunfällen aufzuspüren und zu erlösen. Diese Jäger verfügen über besondere Kenntnisse über das Verhalten von Wildtieren und darüber, wie man verletztes Wild sicher und tierschutzgerecht behandelt. Wildunfalljäger arbeiten eng mit der Polizei und anderen Behörden zusammen und spielen eine wichtige Rolle dabei, das Leiden der Tiere zu minimieren und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, indem sie verletzte oder tote Tiere von der Straße entfernen.
Wildunfalljäger werden zum Unfallort gerufen, wenn ein Wildtier verletzt wurde – meist nach einer Kollision mit einem Fahrzeug. Die erste Aufgabe des Jägers besteht darin, das verletzte Tier ausfindig zu machen, häufig mit Hilfe eines dafür ausgebildeten Hundes. Sobald das Tier gefunden ist, beurteilt der Jäger seinen Zustand. Ist das Tier schwer verletzt, wird es schnell und schmerzlos erlöst, um weiteres Leiden zu vermeiden. Zudem sorgt der Jäger dafür, dass die Unfallstelle für andere Verkehrsteilnehmer und die Suchmannschaft sicher bleibt.
Wenn Sie mit einem Tier kollidiert sind, fahren Sie – wenn möglich – an den Straßenrand und schalten Sie die Warnblinker ein. Stellen Sie ein Warndreieck in sicherer Entfernung auf und markieren Sie die Stelle, an der das Tier lag oder wohin es geflüchtet ist. Bei größeren Wildtieren wie Wildschweinen oder Bären kann es hilfreich sein, die Markierung etwa 100 Meter vom Unfallort entfernt zu platzieren.
Dies hängt vom Land ab, aber wenn Sie sich in Schweden befinden, gilt Folgendes:
Bei einer Kollision mit großen Wildtieren wie Elchen, Rehen, Wildschweinen, Bären oder Wölfen besteht Meldepflicht. Dies gilt auch dann, wenn das Tier weggelaufen ist, da es verletzt sein könnte. Das Markieren der Unfallstelle erleichtert es den Jägern, das Tier zu finden. Sie müssen auch eine Kollision mit einem Rentier der Polizei melden.
Nein, kleinere Tiere wie Hasen, Füchse oder Dachse müssen in Schweden nicht gemeldet werden. Für sie gilt keine Meldepflicht wie für große Wildtiere.
Sie melden einen Wildunfall, indem Sie die Polizei über eine Notrufnummer anrufen – in Schweden lautet diese 112. Auch wenn das Tier tot erscheint, ist eine Meldung wichtig, damit ein qualifizierter Jäger entsandt werden kann, um das Tier zu überprüfen und fachgerecht zu versorgen. Wenn Sie die „SOS Alarm“-App nutzen, kann Ihr genauer Standort automatisch an die zuständigen Behörden übermittelt werden (sofern Sie sich in Schweden befinden). Dies erleichtert die Nachsuche und hilft, weitere Unfälle oder gefährliche Verkehrssituationen zu vermeiden.
Ja, das Markieren der Unfallstelle ist sehr wichtig. Wenn Sie kein Wildunfallband haben, können Sie etwas anderes gut Sichtbares benutzen, wie z. B. eine Plastiktüte. Spezielle Markierungsbänder sind jedoch zu bevorzugen, da sie klar und informativ sind.
Reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit und fahren Sie vorsichtig. Es können Jäger und Hunde in unmittelbarer Nähe der Straße arbeiten, um das verletzte Tier zu finden oder zu versorgen. Ihr Arbeitsbereich ist die Straße, und ihre Aufgabe ist es, verletztes Wild zu suchen und zu erlösen. Seien Sie daher besonders aufmerksam und fahren Sie langsam. Verletzte oder gestresste Tiere können sich ebenfalls in Straßennähe aufhalten.
Ja, nach der Meldung eines Wildunfalls können Sie kontaktiert werden, um weitere Informationen bereitzustellen. Man kann Sie anrufen, um zusätzliche Fragen zu stellen, die helfen können, die Unfallstelle schneller zu finden. Nehmen Sie daher das Telefon ab, auch wenn es sich um eine unbekannte oder verborgene Nummer handelt.
Wenn Sie über das Wissen und die Erfahrung verfügen, ein verletztes Tier sicher zu erlösen, dürfen Sie das tun. Wenn Sie jedoch unsicher sind, sollten Sie auf den Jäger warten, der die nötige Fachkenntnis und Ausrüstung besitzt, um dies tierschutzgerecht durchzuführen.