Warenkorb



Die Wildschweinjagd in Schweden unterscheidet sich in einigen Punkten von anderen Jagdarten. Sie wird unter anderem als Ansitz- oder Pirschjagd sowie als Bewegungsjagd mit Hund durchgeführt. Wer Wildschweine mit Hund jagt, braucht einen Hund, der für diese Aufgabe geeignet ist und weiß, wie er am Schwarzwild arbeiten muss.
Wildschweine sind kräftige und intelligente Tiere, die sich häufig in dichter Vegetation und schwierigem Gelände bewegen. Zudem findet die Jagd oft während der dunklen Tagesstunden statt. Das stellt besondere Anforderungen an Hund und Jäger. Hier erklären wir, wie die Wildschweinjagd mit Hund abläuft, welche Hunde sich dafür eignen und was vor der Jagd zu beachten ist.
Bei der Wildschweinjagd wird der Hund im Jagdgebiet geschnallt, um das Gelände abzusuchen und Schwarzwild über seinen Geruchssinn aufzuspüren. Wie der Hund nach dem Kontakt mit dem Wild arbeitet, hängt vom jeweiligen Hundetyp ab. Ein stellender Hund versucht, das Wildschwein an Ort und Stelle zu binden und verbellt es, während ein jagender beziehungsweise kurz jagender Hund das Wild in Bewegung bringt.
Die Jäger verfolgen anschließend den Verlauf der Jagd. Die Schützen werden an Stellen positioniert, an denen das Schwarzwild voraussichtlich vorbeizieht, während der Hundeführer die Arbeit und Bewegungen seines Hundes verfolgt. Da der Hund schnell außer Sicht- und Hörweite geraten kann, wird häufig ein GPS-Ortungsgerät für Jagdhunde eingesetzt. So lässt sich erkennen, wo sich der Hund befindet und in welche Richtung sich die Jagd entwickelt.
Bei einem stellenden Hund kann der Ablauf etwas anders aussehen. Hat der Hund das Wildschwein gestellt und verbellt es mit Standlaut, kann der Hundeführer versuchen, sich vorsichtig anzunähern und eine sichere Schussposition zu erreichen.
Wildschweine halten sich außerdem gerne in dichter Vegetation, Gräben, Senken und anderem Gelände auf, in dem sie nur schwer zu entdecken sind. Ein großer Teil ihrer Aktivität fällt in die dunklen Stunden, weshalb viele Begegnungen am Abend oder in der Nacht stattfinden. Dadurch unterscheidet sich diese Jagdart beispielsweise von der klassischen Elch- oder Rehwildjagd.
Nach dem Erlegen eines Wildschweins gibt es außerdem einen wichtigen Unterschied zu vielen anderen Wildarten in Schweden: Das Fleisch muss vor dem Verzehr auf Trichinen untersucht werden.
Es gibt nicht die eine Hunderasse, die sich für jede Form der Wildschweinjagd am besten eignet. Mindestens genauso wichtig sind die Eigenschaften des einzelnen Hundes. Er muss mutig und selbstständig arbeiten können, gleichzeitig aber genügend Abstand zum Wildschwein halten, um sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen.
Stellende Hunde wie Jämthund, Norwegischer Elchhund und verschiedene Laika-Rassen versuchen, das Wildschwein durch Verbellen an Ort und Stelle zu binden. Kurz jagende Hunde wie Deutscher Wachtelhund und Slovenský kopov bringen das Wild dagegen bei kürzeren Jagden in Bewegung. Auch der Deutsche Jagdterrier wird bei der Wildschweinjagd eingesetzt und ist für seine Schärfe und seinen intensiven Jagdeinsatz bekannt.
Unabhängig von der Rasse sollte der Hund ein gutes Suchverhalten zeigen, mit seinem Hundeführer zusammenarbeiten und gut auf die Jagd vorbereitet sein. Das Training sollte schrittweise aufgebaut werden, mit einer soliden Grundlage aus Gehorsam und zuverlässigem Rückruf.
Die Jagdzeiten für Wildschweine unterscheiden sich je nach Alter des Tieres. Frischlinge dürfen das ganze Jahr über, vom 1. Juli bis zum 30. Juni, bejagt werden. Erwachsene Wildschweine dürfen vom 1. April bis zum 31. Januar bejagt werden.
Eine wichtige Ausnahme sind Bachen, die von gestreiften oder braunen Frischlingen begleitet werden. Sie sind ganzjährig geschützt.
Außerdem muss zwischen der Jagdzeit für Wildschweine und dem Zeitraum unterschieden werden, in dem Hunde bei der Jagd eingesetzt werden dürfen. Für die Wildschweinjagd geeignete Hunde dürfen in Schweden vom 1. August bis zum 31. Januar für die Jagd und das Jagdtraining eingesetzt werden.
Bei der Jagd auf Wildschweine muss außerdem ein speziell für die Nachsuche auf verletztes Wild ausgebildeter Hund zur Verfügung stehen. Dieser muss innerhalb von höchstens zwei Stunden am Anschuss eingesetzt werden können.
Bei der Wildschweinjagd besteht für den Hund ein höheres Verletzungsrisiko als bei vielen anderen Jagdarten. Ein Wildschwein, das sich bedrängt fühlt, kann sich verteidigen und mit seinen Hauern schwere Verletzungen verursachen. Für die Sicherheit ist deshalb sowohl die Wahl des Hundes als auch seine Arbeitsweise entscheidend.
Eine für die Wildschweinjagd geeignete Schutzweste kann besonders gefährdete Körperbereiche des Hundes zusätzlich schützen. Sinnvoll ist außerdem ein Erste-Hilfe-Set für den Hund. Vor der Jagd sollte auch geklärt werden, wo sich die nächstgelegene Tierarztpraxis oder Tierklinik befindet, falls etwas passiert.
Ebenso wichtig ist es, den Hund während seiner Arbeit verfolgen zu können. Bei der Wildschweinjagd kann sich das Geschehen schnell von einem Gebiet in ein anderes verlagern. Dabei kann der Hund beispielsweise in die Nähe einer Straße oder anderer Gefahrenbereiche gelangen, ohne dass der Hundeführer dies selbst sehen kann.
Mit einem GPS-Ortungsgerät für Jagdhunde lässt sich die Position des Hundes auch dann verfolgen, wenn er weit entfernt oder in dichter Vegetation arbeitet. Mit MiniFinder Rex sehen Sie die Position und Bewegungen Ihres Hundes direkt in MiniFinder Hunter und können so leichter verfolgen, wie sich die Jagd entwickelt.
Sie können außerdem erkennen, wenn sich der Hund beispielsweise einer Straße nähert oder das Jagdgebiet verlässt. Das gesamte Jagdteam kann die Position des Hundes in Hunter verfolgen. Die Bellanzeige von Rex zeigt zusätzlich an, wenn der Hund bellt – auch dann, wenn er sich außerhalb Ihrer Sicht- und Hörweite befindet.

Besuchen Sie unsere Kontaktseite.