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  5. Wann darf man mit einem freilaufenden Hund jagen? Regeln und Jagdzeiten
Jägare med hund i koppel i skogen under jaktsäsong.

Diese Frage stellt sich in jeder Jagdsaison immer wieder – und das aus gutem Grund. Die Vorschriften für freilaufende Hunde bei der Jagd sind komplexer, als viele denken. Hier erfahren Sie, welche Regeln gelten, welche Ausnahmen es gibt und worauf Sie vor der Jagd achten sollten.

Die Grundregel: 1. März bis 20. August

Nach dem schwedischen Gesetz über die Aufsicht von Hunden und Katzen müssen Hunde in der Zeit vom 1. März bis zum 20. August so beaufsichtigt werden, dass sie nicht frei in Gebieten mit Wildbestand herumlaufen können. Während des restlichen Jahres müssen Hunde ebenfalls unter Kontrolle gehalten werden, damit sie kein Wild verfolgen oder hetzen, wenn sie nicht für die Jagd eingesetzt werden.

Ziel dieser Regelung ist der Schutz des Wildes während der Fortpflanzungszeit, wenn viele Tierarten trächtig sind oder Jungtiere haben, die besonders empfindlich auf Störungen reagieren.

Wichtig ist, dass der Begriff „Leinenpflicht“ im Gesetzestext nicht ausdrücklich genannt wird. Nur außergewöhnlich gut ausgebildete Hunde können als ausreichend kontrolliert gelten, um in diesem Zeitraum frei laufen zu dürfen. In der Praxis bedeutet dies, dass sich der Hund höchstens wenige Meter vom Hundeführer entfernen sollte. Der Hundehalter muss die gleiche Kontrolle ausüben können, als wäre der Hund an einer unsichtbaren Leine.

Die Ausnahmen – Wann darf ein Jagdhund frei laufen?

Die Jagd gehört zu den wichtigsten Ausnahmen von der allgemeinen Aufsichtspflicht. Ein Hund darf während einer zulässigen Jagd oder eines Jagdtrainings frei laufen, sofern dies innerhalb der in § 16 der schwedischen Jagdverordnung festgelegten Zeiten erfolgt. Der Hund darf dabei ausschließlich die Wildart verfolgen, für die die jeweilige Jagd zugelassen ist.

Ausnahmen gelten außerdem für die Nachsuche oder das Apportieren von verletztem oder erlegtem Wild, sofern der Hund unter Kontrolle des Hundeführers bleibt. Auch das Hüten von Nutztieren fällt unter die Ausnahmen.

Unterschiedliche Zeiten für unterschiedliche Wildarten

Die zulässigen Zeiten variieren je nach Wildart. Hunde, die Wild verfolgen, dürfen bei der Wildschweinjagd vom 1. August bis zum 31. Januar eingesetzt werden. Die Jagd auf Rotfüchse mit Hund ist vom 21. August bis zum 15. März erlaubt.

Für Vorstehhunde gilt in Südschweden der Zeitraum vom 16. August bis zum 15. April. In den Provinzen Värmland, Dalarna, Gävleborg, Västernorrland, Jämtland, Västerbotten und Norrbotten dürfen Vorstehhunde bis zum 30. April eingesetzt werden.

Die Hasenjagd mit spurlaut jagenden Hunden ist grundsätzlich ab dem 21. August erlaubt, wobei regionale Unterschiede vorkommen können. Für die Jagd auf Rehe und Hirsche mit verfolgenden Hunden gelten besondere Vorschriften. Ein Hund, der während der Jagd oder des Jagdtrainings zwischen dem 21. August und dem 30. September Rehe oder Hirsche verfolgt, muss unverzüglich angeleint werden.

Regionale Vorschriften der Provinzialverwaltungen

Zusätzlich zu den nationalen Vorschriften können die schwedischen Provinzialverwaltungen regionale Regelungen erlassen. Dies kann beispielsweise vorübergehende Einschränkungen bei schwierigen Schneeverhältnissen oder anderen Situationen betreffen, in denen das Wild besonders gefährdet ist.

Es liegt stets in der Verantwortung des Jägers, sich vor der Jagd über die geltenden Bestimmungen im jeweiligen Gebiet zu informieren.

Konsequenzen bei Verstößen gegen die Vorschriften

Läuft ein Hund während des Aufsichtszeitraums frei in einem Gebiet mit Wildbestand umher, kann der Jagdausübungsberechtigte oder dessen Vertreter den Hund in Verwahrung nehmen.

Darüber hinaus drohen Bußgelder und Schadensersatzforderungen, wenn der Hund Schäden an Wildtieren oder fremdem Eigentum verursacht.

Behalten Sie Ihren Hund im Revier stets unter Kontrolle

Unabhängig von Jahreszeit und Wildart liegt es in Ihrer Verantwortung, jederzeit zu wissen, wo sich Ihr Hund befindet, und sicherzustellen, dass er kein unzulässiges Wild verfolgt.

Ein GPS-Hundetracker ist ein praktisches Hilfsmittel, um den Standort des Hundes in Echtzeit zu verfolgen, insbesondere in dichtem Wald oder unübersichtlichem Gelände, wo der Hund schnell außer Sicht geraten kann. Unsere GPS-Hundetracker für Jagdhunde finden Sie hier.

Informieren Sie sich vor jeder Jagdsaison über die aktuellen Jagdzeiten und Vorschriften bei der schwedischen Umweltschutzbehörde oder dem Schwedischen Jägerverband, da sich die Regelungen ändern können.

 

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