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Klassische Hausnotrufsysteme sind häufig mit einer Notrufzentrale verbunden. Dort wird ein eingehender Alarm entgegengenommen, die Situation eingeschätzt und bei Bedarf weitere Hilfe organisiert. Für viele ältere Menschen ist das eine wichtige Sicherheitslösung. Es gibt jedoch auch Alternativen, bei denen der Alarm nicht über eine externe Notrufzentrale läuft.
Eine Senioren-Smartwatch ohne Notrufzentrale sendet den Alarm stattdessen direkt an eine oder mehrere zuvor festgelegte Personen, in der Regel Angehörige. Familie oder andere nahestehende Personen werden dadurch unmittelbar informiert und können je nach Situation reagieren.
Eine solche Lösung kann für Menschen geeignet sein, die sich sowohl zu Hause als auch unterwegs zusätzliche Sicherheit wünschen und dabei den direkten Kontakt zu ihren Angehörigen einer klassischen Notrufzentrale vorziehen.
Bei einer Senioren-Smartwatch ohne Notrufzentrale gibt es keinen externen Anbieter zwischen dem Nutzer und den Personen, die den Alarm erhalten sollen. Drückt der Nutzer die Notruftaste, wird der Alarm direkt an die im System hinterlegten Kontakte gesendet.
Das kann beispielsweise ein Familienmitglied, ein Freund oder eine andere nahestehende Person sein. Der Empfänger entscheidet anschließend, was zu tun ist. Je nach Situation kann er den Nutzer anrufen, zu ihm fahren oder bei einem ernsthaften Notfall den Rettungsdienst verständigen.
Damit liegt die Verantwortung stärker beim Nutzer und seinen Angehörigen. Das unterscheidet diese Lösung von klassischen Hausnotrufsystemen, die häufig an eine Notrufzentrale angebunden und teilweise in professionelle Pflege- oder Unterstützungsangebote eingebunden sind.
Eine Senioren-Smartwatch ohne Notrufzentrale kombiniert in der Regel mehrere technische Funktionen, um Alarme zu übermitteln und den Standort des Nutzers anzuzeigen.
Die Uhr verfügt üblicherweise über eine integrierte SIM-Karte und kommuniziert ähnlich wie ein Mobiltelefon über das Mobilfunknetz. Der Nutzer muss sich daher nicht zu Hause befinden, damit die Alarmfunktion funktioniert. Solange Mobilfunkempfang vorhanden ist, kann die Uhr mit den im System hinterlegten Personen kommunizieren.
Über GPS lässt sich der Standort des Nutzers bestimmen. Die Position wird an eine App oder einen Webdienst übertragen, über den Angehörige sehen können, wo sich die Person befindet. Das kann sowohl bei einem Alarm als auch dann hilfreich sein, wenn Angehörige überprüfen möchten, wo sich die Person gerade aufhält.
Die App bildet dabei die Verbindung zwischen der Uhr und den Angehörigen. Dort gehen Alarme ein, der Standort wird angezeigt und häufig ist es auch möglich, die Uhr direkt anzurufen. Angehörige können so schnell Kontakt aufnehmen und sich ein besseres Bild von der Situation machen.
Verfügt die Uhr zusätzlich über eine Sturzerkennung, kann in bestimmten Fällen automatisch ein Alarm ausgelöst werden, wenn der Sensor einen Sturz erkennt. Die Meldung geht dann direkt an die zuvor festgelegten Kontakte und nicht an einen externen Notrufdienst.
Ein wesentlicher Unterschied bei einer Senioren-Smartwatch ohne Notrufzentrale besteht darin, dass Angehörige Alarme und Standortinformationen direkt erhalten. Es gibt keine Zwischenstelle, die die Informationen zunächst entgegennehmen und anschließend weiterleiten muss.
Für aktive ältere Menschen kann außerdem von Vorteil sein, dass die Lösung auch außerhalb der eigenen Wohnung funktioniert. Der Nutzer kann unterwegs sein und hat trotzdem die Möglichkeit, bei Bedarf einen Alarm auszulösen oder seinen Standort zu übermitteln.
Damit eignet sich diese Art von Lösung für Menschen, die selbstständig bleiben möchten und gleichzeitig die Möglichkeit schätzen, bei Bedarf schnell Kontakt zu ihrer Familie oder anderen nahestehenden Personen aufzunehmen.
Wenn Alarme direkt an Angehörige gesendet werden, liegt auch die Verantwortung für die Reaktion bei ihnen. Deshalb sollten alle hinterlegten Kontakte wissen, wie die Lösung funktioniert, und darauf vorbereitet sein, bei einem Alarm zu reagieren.
Ist nur eine Person als Empfänger hinterlegt, kann das problematisch sein, wenn diese gerade nicht erreichbar ist. Daher kann es sinnvoll sein, mehrere Angehörige oder andere Vertrauenspersonen in der App als Kontakte zu hinterlegen.
Eine Senioren-Smartwatch ohne Notrufzentrale bietet damit viel Freiheit und Flexibilität. Am besten funktioniert sie, wenn sowohl der Nutzer als auch seine Angehörigen klare Absprachen darüber getroffen haben, was im Falle eines Alarms zu tun ist.

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