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Wer allein arbeitet, ist bei einem Unfall einem höheren Risiko ausgesetzt, da nicht immer jemand in der Nähe ist, der bemerkt, was passiert ist. Ein Man Down Alarm ist deshalb darauf ausgelegt, automatisch einen Alarm auszulösen, wenn der Nutzer in eine Situation gerät, in der er selbst keine Hilfe rufen kann.
Anders als bei einem klassischen Personenalarm, bei dem der Nutzer aktiv eine SOS Taste drücken muss, kann ein Man Down Alarm automatisch auf Anzeichen reagieren, dass etwas nicht stimmt. Das kann besonders bei einem Sturz, Bewusstlosigkeit oder einem plötzlich auftretenden medizinischen Notfall wichtig sein.
Man Down Alarme nutzen Sensoren im tragbaren Gerät, um Bewegungen und Veränderungen der Geräteposition zu erfassen. Wann genau ein Alarm ausgelöst wird, hängt vom jeweiligen System ab. Möglich ist zum Beispiel die Erkennung eines plötzlichen Sturzes oder einer ungewöhnlichen Bewegung. Einige Systeme können außerdem eine veränderte Neigung oder eine längere Phase ohne Bewegung als Hinweis darauf erkennen, dass der Nutzer möglicherweise Hilfe benötigt.
Entscheidend ist, dass der Alarm nicht ausschließlich davon abhängt, dass die Person selbst eine Taste betätigen kann. MiniFinder Veo verfügt beispielsweise über eine automatische Sturzerkennung, die laut MiniFinder bei einem plötzlichen Sturz oder einer ungewöhnlichen Bewegung aktiviert werden kann. Wird ein Alarm ausgelöst, lässt er sich über MiniFinder Live verwalten. Dort können sowohl die Position als auch Alarmereignisse eingesehen werden.
Eine SOS Taste ist hilfreich, solange der Nutzer bei Bewusstsein ist und sie selbst betätigen kann. Kritisch wird es, wenn ein Unfall genau das verhindert. Wer beispielsweise aus größerer Höhe stürzt, ausrutscht und sich verletzt oder einen akuten medizinischen Notfall erleidet, kann möglicherweise nicht mehr auf die Alarmtaste zugreifen.
Genau in solchen Situationen erfüllt ein automatischer Man Down Alarm eine wichtige Funktion. Ein ausgelöster Alarm kann festgelegte Empfänger darauf aufmerksam machen, dass etwas passiert ist. Bei Systemen mit Ortungsfunktion kann zusätzlich die Position der betroffenen Person ermittelt werden.
Auch die schwedische Arbeitsschutzbehörde weist darauf hin, dass Arbeitgeber bei Alleinarbeit mögliche Unfallabläufe bewerten und berücksichtigen müssen, wie schnell ein verletzter Mitarbeiter Hilfe erhalten kann. Besteht das Risiko so schwerer Verletzungen, dass die betroffene Person nicht selbst Hilfe rufen kann, müssen andere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme vorgesehen werden.
Besonders relevant ist ein Man Down Alarm für Personen, die allein oder an Orten arbeiten, an denen ein Unfall von Kollegen nicht sofort bemerkt werden kann. Dazu zählen beispielsweise Elektriker, Straßenarbeiter, Techniker und andere Berufsgruppen, die im Außendienst oder in risikoreichen Arbeitsumgebungen tätig sind. MiniFinder nennt Personenalarme mit automatischer Sturzerkennung unter anderem als Sicherheitslösung für Elektriker und Straßenarbeiter bei Alleinarbeit.
Ein Man Down Alarm ersetzt jedoch kein systematisches Arbeitsschutzkonzept. Arbeitgeber müssen weiterhin Gefährdungen beurteilen, klare Abläufe für den Umgang mit Alarmen festlegen und sicherstellen, dass Hilfe die allein arbeitende Person tatsächlich erreichen kann. Besteht bei Alleinarbeit ein erhebliches Risiko für körperliche Verletzungen, muss schnelle Hilfe gewährleistet sein. Andernfalls darf die Arbeit nicht allein ausgeführt werden.

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